Strahlende Zukunft für Online-Games
Die Gaming-Branche als Gesamtwirtschaft ist - rein historisch gesehen - noch relativ jung. Und doch hat sie sich über die Jahre hin zu einem ernsthaften Wirtschaftszweig entwickelt. Einem, der es für viele Investoren interessant macht, sich durch Investitionen, Spekulationen und andere geldeinbringende Tätigkeiten am finanziellen Erfolg zu beteiligen. Und da natürlich jemand sagen muss, ob das auch in Zukunft so bleibt, gibt es Wirtschafts- und Finanzexperten, welche die Situation der Spieleindustrie bewerten.
Eine dieser Kanzleien ist Lazard Capital Markets. Das Unternehmen hat sich in einer aktuellen Studie mit der Gaming-Industrie auseinander gesetzt und festgestellt, was im letzten Jahr für so manchen traditionellen Hersteller spürbar war: Die Software-Verkäufe gehen (weltwirtschaftskrisenbedingt) zurück. Allerdings: Nur die Verkäufe von "flacher" Software - also der, die man im Handel auf CD, DVD, Bluray oder Speicherchip kauft. Online-Gaming hingegen boomt und verhilft trotz schwachen Softwaregeschäft der Gesamt-Branche zum Wachstum.
Und das soll so bleiben, wie Analyst Colin Sebastian erzählt:
"Wir erwarten, dass Mobile-, Online- und Social Games in diesem Jahr für rund 40% der Umsätze von Gaming-Firmen verantwortlich sein werden. Das ist eine riesige Möglichkeit für das Wachstum von Firmen außerhalb des traditionellen Konsolen- und Handheld-Marketes."
Außerdem bestätigt Sebastian, was bereits vorangegangene Studien anderer Analysten zeigen: Im Jahr 2011 sollen weltweit Ingame-Items ("virtual goods") für insgesamt eine Milliarde Dollar verkauft werden. Damit würden Firmen weltweit mit virtuellen Gütern mehr Geld umsetzen als die gesamte reale Wirtschaft auf den Seychellen.



