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Browsergames werden mobil

22.12.09, 15:52 |

von Daniel

Browsergames können überall prinzipiell dort gespielt werden, wo Internetbrowser zur Verfügung stehen. Also auf dem heimischen PC, dem Rechner am Arbeitsplatz, unterwegs auf dem Notebook und sogar auf der Konsole. Doch was ist mit dem Smartphone? Immerhin existieren dort auch bereits Browser. Neben Firefox, Internet Explorer und Opera sind auch Safari, Iris und Myriad mobil. Dazu kommen die Browser der Plattformen Android und Blackberry.

Was also liegt da näher, als Browsergames für Mobiltelefone zu entwickeln? Genau dies macht die KrassGames GmbH & Co. KG aus Hamburg, die sich derzeit in Gründung befindet. Patrick Kollmann, Alexander von der Geest und Daniel Brockhaus wollen die Welt der Multiplay-Games "endlich auch im Mobilbereich grenzenlos verfügbar machen", so Kollmann. Basis ist die Mobile Browser Games Engine.

Wir stellten Patrick Kollmann drei Fragen.

Worin besteht die Schwierigkeit bei der Entwicklung von Browsergames für das Handy?

Patrick: Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Geräten. Die Hardware ist nicht wie auf dem PC standardisiert, sondern sehr variabel. Manche Handys haben einen Touchscreen, andere einen Joystick, wieder andere ein dreimal größeres Display. Außerdem gibt es Handys, die bereits Flash beherrschen, andere dagegen nicht oder es wird vom Handybrowser nicht unterstützt.
Ein weiterer Faktor sind die Betriebssysteme. Blackberry etwa hat einen eigenen Browser. Kurz gesagt, die Anpassung auf unterschiedliche Geräte ist sehr schwierig und deutlich aufwendiger als bei der Programmierung von "normalen" Browsergames.

Das klingt eher nach Argumenten gegen mobile Browsergames. Warum macht ihr es trotzdem?

Patrick: Wir sehen den mobilen Browsergamemarkt als riesige Chance. Bereits seit längerer Zeit beschäftigen wir uns mit Online- und Handyspielen. Durch die neuen Smartphones wird das Ganze noch interessanter. Moderne Systeme wie Android oder das iPhone haben die Art und Weise verändert, wie wir mit Handys umgehen. Für viele Betriebssysteme gibt es die so genannten Apps. Wir könnten jetzt unsere Spiele jeweils mit einer App für Android, iPhone, Blackberry und so weiter rausbringen. Was aber durch unserer Engine nicht nötig ist. Der Vorteil ist, dass wir so eine Version des Spiels sofort auf allen Plattformen verfügbar machen können.

Du sagst, ihr beschäftigt Euch schon länger mit Handyspielen. Erzähl uns etwas über Eure "Vorbelastung".

Patrick: Wir haben 2001 Intent Software gegründet und dort vor allen PC-Onlinespiele entwickelt. In den vergangenen drei Jahren programmierten wir hauptsächlich Handyspiele und wollen nun mit KrassGames den Handybrowsergame-Markt aufbauen.

Das erste Spiel von KrassGames startet im Januar: Space Dwellers, ein Sci-Fi Strategie MMOG.

 

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