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Piraten zerstören Träume

22.09.09, 09:59 |

von Thomas

Wie sich Piraten doch ändern. Früher, in den "guten" alten Zeiten, da konnte man den Halunken ansehen, was sie waren. Klar: Holzbein, Papagei auf der Schulter, nach Schnaps stinkend. Muss ein Pirat sein. Zumindest im Film-Klischee. In der Realität war das schon immer etwas schwieriger.

Heute erkennt man Piraten ungleich schwerer. Ich bin einer, Du bist einer, und der da drüben ganz sicher auch. Und dabei spreche ich nicht von der politischen Ansicht. Aber jeder wird sicherlich irgendwann in seinem Internet-Leben auch schon einmal einen Song "geklaut", vielleicht sogar einen Film heruntergeladen oder ein Spiel "getestet" haben.

Doch Piraten zerstören Träume.
Diese blumige, sicherlich aber nicht unwahre, Metapher wandt Tetsuhiko Yasuda, Präsident SCE Asia, bei seiner Opening Keynote der Games Convention Asia nun aus.
Welche Träume? Natürlich die der Programmierer. Die arbeiten mit viel Herzblut und Enthusiasmus an Spielen. Sie riskieren etwas, knien sich in Arbeit und arbeiten hart. Weil sie sich einen Traum erfüllen: Den, Spiele zu realisieren.

Aber die Piraterie bringt sie um ihre Früchte, und damit auch um ihren Traum.
In der Branche ist es üblich dem Team Boni auszuzahlen, wenn ein Spiel sich gut verkauft. Doch bei Spielen, die schlecht laufen, kann eben auch das Gegenteil eintreten und das Team steht schneller auf der Straße, als ihm lieb ist. Gute Spiele müssen sich nicht gut verkaufen, und schlechte Spiele müssen sich nicht schlecht verkaufen. In allen steckt aber Herz, und eben auch Geld. Und so hart es ist: Die Gamesbranche ist erwachsen, und als Erwachsener spielt Geld eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Durch Piraterie verfälschte Verkaufszahlen können die Träume von denjenigen zerstören, die in der Branche aber noch den Idealismus verkörpern. Und selbst eine von Geld getriebene Branche wie die Spielezunft braucht eben noch Idealismus, ohne den würden wir bald keine wirklich neuen Spiele mehr sehen.

Also: Nicht klauen. Sondern Zähne zusammenbeissen, und an die denken, die man mit einem Spielekauf mehr unterstütz. Die Idealisten. Die nämlich werden nur durch gute Verkaufszahlen "geschützt".

Übrigens: Die GC Games Convention Asia ging am Sonntag mit einem neuen Rekord zu Ende. Über 102.000 Menschen waren bei dem von der Leipziger Messe International organisierten Event dabei. Ein voller Erfolg.

1 Anmerkung(en)
Bernd:13.12.09 15:58
Das Problem gibt es ja schon lange, früher war es emule,
das ist den meisten zu heiss geworden, jetzt wird direkt unter der Hand getauscht.
Bernd

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