Vorsicht, Dieb!
"Attacken auf Gaming-Accounts nehmen stetig zu" - das ist das Fazit zweier aktueller Sicherheitsberichts von Symantec und G Data. Die beiden Softwarehaus kümmern sich nicht nur mit Software um die Sicherheit des heimischen Rechners, sondern stellen auch kontinuierlich Studien zum Thema Sicherheit & Internet an.
Den beiden Bericht zufolge stehen bei immer mehr Phishing-Aktionen auch Gamer im Mittelpunkt. Ziel dabei: Mit viel Herz und zum Teil eben auch Geld hochgelevelte Accounts ergattern und teuer verkaufen.
Schon heute zielen rund 10 Prozent der Top 50 Schadcodes auf Online-Games ab. Mit guten Avataren läßt sich für Cyberkriminelle wesentlich mehr Umsatz machen als mit erbeuteten Kreditkarten. So verdient man auf dem Schwarzmarkt mit Kreditkarten-Daten heute nur noch einige Cents, während selbst nur wenige Wochen alte MMO-Accounts schon mindestens fünf Dollar kosten. Das Geschäft blüht also.
Dabei gehen nicht nur unerfahrene oder nachlässige Netz-Nutzern den Kriminellen auf den Leim. Ähnlich wie beim schon seit jahrelang bekannten fischen nach Konto- oder Kreditkarten-Daten werden die Phisher nun auch beim klauen von Gamer-Accounts immer "besser". Die Tricks sind oft nur schwer erkennbar und eigentlich gilt als erste Regel immer: Nie auf einen Link klicken, der einen zu einer Seite bringen soll, die Daten abfragt. Doch die Tricks werden besser. Helfen können da zusätzlich sichere Passwörter, regelmäßige Scans nach Viren und Trojanern.
Im April war von einem Raubzug im Gameforge-MMO "Metin 2" zu lesen, bei dem die Unachtsamkeit eines Spielers zum Verlust von wertvollem Inventar geführt hatte. Und im März sowie Juni waren World of Warcraft-Spieler Ziel von diversen Phishing-Angriffen. Und auch bei NCSoft hatte man im April mit Phishern zu tun, die es auf Accounts bei Guild Wars abgesehen hatten. Man merkt also: Jedes große Spiel ist mittlerweile der Gefahr von Account-Fischern ausgesetzt.
Also: Augen offen halten, Verstand anschalten und lieber einer Mail zu viel misstrauen als den eigenen Avatar plötzlich in den Händen eines kriminellen Händlers zu sehen!






